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Fünf Kontinente– wohin es unsere Studierenden im Auslandssemster verschlägt

Im Bereich Internationalität gehört die Tübinger Wirtschaftswissenschaft deutschlandweit zu den profiliertesten Fachbereichen. Seit 35 Jahren steht die internationale Ausrichtung der Ausbildung im Fokus der Studiengänge. Rund zwei Drittel der Studierenden verbringen ein Semester in einem von über 40 Ländern. Zudem können sie Teile des Masterstudiums in Asien und Afrika zu absolvieren. Lesen Sie den Bericht eines Wiwi-Studenten und rätseln Sie, wo er war.

Der Start

Anfang September begannen die Vorlesungen in der gesuchten Stadt. Da die Stadt sehr groß ist und zu einer der bevölkerungsreichsten Metropolen der Welt gehört, machte ich mich Ende August auf den Weg dorthin. Dadurch blieb mir vor Vorlesungsbeginn noch genügend Zeit, um die Stadt zu erkunden. Glücklicherweise habe ich die Landessprache zwei Jahre im Voraus gelernt. Mein Fortschritt war zwar gering, aber auch ein paar Sprachkenntnisse sind sehr hilfreich, da die Einheimischen im Alltag ungern Englisch sprechen.

Die Vorlesungen waren auf Englisch und fanden in kleinen Gruppen mit 10 bis 30 Studierenden statt. Dadurch hatte man engen Kontakt zum Professor und konnte sich bei Problemen immer an ihn wenden. Der Schwierigkeitsgrad der Kurse lag meiner Meinung nach unter dem in Tübingen. Durch das Leben auf dem Campus kam ich schnell mit anderen Studierenden in Kontakt und lernte auch schnell viele neue Freunde kennen.

 

Stadterkundungen

Die Stadt faszinierte mich von Beginn an, weil es unglaublich viel zu entdecken gab.

Ich kann mich problemlos und sehr günstig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen. Eine Fahrt mit der Metro kostet nur einen Bruchteil einer Metrofahrt in den europäischen Großstädten und das Metronetz ist mit über 500 Kilometern das zweitgrößte der Welt. Die Hauptattraktion der Stadt sollte idealerweise am Abend besucht werden, da diese zu besagter Zeit in einem anderen Licht erscheint. Unzählige Menschen tummeln sich dann am sogenannten Bund, um die Hauptattraktion der Stadt auf der anderen Seite des Flusses zu betrachten.

Wer einigermaßen schwindelfrei ist, kann sich auf einen der zahlreichen Wolkenkratzer wagen, um den grandiosen Ausblick auf die Stadt zu genießen. Besonders empfehlenswert ist ein Tower in der Form eines Flaschenöffners und ein anderer Wolkenkratzer, der mit 632 Meter Höhe das zweithöchste Gebäude der Welt ist.

 

Das Nachtleben und Fazit

Der Club M1NT hat mir persönlich am besten gefallen. Das Haifischbecken vom Empfang bis zum Beginn der Tanzfläche trug zu einem unvergesslichen Partyabend bei.

Durch das sehr gut ausgebaute Schienennetz der Schnellzüge kann man auch Wochenendtrips in andere Städte oder Provinzen machen. Die Schnellzüge dort sind deutlich schneller und günstiger als die deutschen ICEs und die alltägliche Verspätungsgefahr gibt es dort so gut wie gar nicht. Das gesuchte Land ist sehr weitreichend und bietet von Stränden bis zu verschneiten Berggipfeln alles, was man sich vorstellen kann.

Auch wenn das Leben in dieser Millionenmetropole manchmal hektisch ist und die schlechte Luftqualität gelegentlich das Joggen an der frischen Luft verhindert, kann ich jedem ein Auslandssemester in dieser Stadt empfehlen.

Wo war ich?

Text: Janik Peterhansel

Auflösung: Shanghai