Statistische Repräsentationskompetenz im fächerübergreifenden Unterrichtskontext Wirtschaft und Biologie

Diagramme und Grafiken als zentrale Bestandteile des Wirtschaft- und Biologieunterrichts spielen in der Alltagswelt von Schülerinnen und Schülern eine zentrale Rolle. Das Verständnis solcher Datenvisualisierungen stellt eine Kompetenz dar, die im Bereich „statistical literacy“, bzw. allgemeiner Repräsentationskompetenz einzuordnen ist. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt soll die grundlegende Diagramm-Lesekompetenz von Schülern/-innen im Unterricht in den Fächern Wirtschaft und Biologie zunächst systematisch analysieren. Im Anschluss soll eine mediengestützte Intervention entwickelt werden, welche die Diagramm-Lesekompetenz fördert.

Zunächst wird die statistische Repräsentationskompetenz von Schülern/-innen der 8. und 10. Klasse durch Fragebogen erhoben. Anschließend wird bei einer Gruppe von Lehramtsstudierenden im TüDiLab (Tübingen Digital Teaching Lab) qualitativ untersucht, wie sie mit statistischen Repräsentationen auf dem Tablet umgehen. Auf Basis dieser Vorarbeiten wird eine Intervention entwickelt, deren Wirksamkeit an ausgewählten Schulen in einem Pre-Post-Follow-Up-Kontroll-Interventionsdesign untersucht wird.

Als Ergebnis wird eine Intervention entstehen, welche sowohl im Wirtschafts- als auch im Biologieunterricht eingesetzt werden kann. Es soll dabei auch die Frage geklärt werden, welchen Beitrag der Einsatz digitaler Medien im Hinblick auf die Entwicklung der Repräsentationskompetenz leisten kann.

Fördergeber: Tübingen School of Education (TüSE) im Rahmen der Förderlinie 1 des Landes Baden-Württemberg

Kooperationspartner/-in: Prof. Dr. Christoph Randler (Biologiedidaktik), Prof. Dr. Katharina Scheiter (Leibniz-Institut für Wissensmedien), Prof. Dr. Augustin Kelava (Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung)